Edition Wissenschaft
Ausgabe Nr. 17, August 2002
EMBRYONALENTWICKLUNG UNTER DEM EINFLUSS HOCH- UND NIEDERFREQUENTER
ELEKTROMAGNETISCHER FELDER
- Eine Bestandsaufnahme teratologischer Studien-
Von Dr. Hans-Peter Thalau
Zoologisches Institut der Universität Frankfurt
Mit der vorliegenden Studie ist die Absicht verbunden, einen Überblick über die bisher publizierten Arbeiten zu teratologischen (fruchtschädigenden) Wirkungen hoch- bzw. niederfrequenter elektromagnetischer Felder zu geben.
Häufig werden in der Öffentlichkeit Befürchtungen über den Einfluss elektromagnetischer Felder auf die Nachkommenschaft geäussert. Besonders der Zeitpunkt kurz nach der Befruchtung des Eis steht im Mittelpunkt des Interesses. Zahlreiche Studien haben sich bisher mit dem Einfluss der elektromagnetischer Felder auf die Embryonalentwicklung befasst.
Der Autor der vorliegenden Studie, Dr. Hans-Peter Thalau aus dem Institut für Zoologie der Universität Frankfurt, war durch die Forschungsgemeinschaft Funk e.V. beauftragt worden, eine Bestandsaufnahme über teratologische Studien anzufertigen. Er hat diese Übersicht in die drei Hauptkategorien
- Laboruntersuchungen
- Epidemiologische
Studien
- Übersichtsarbeiten
gegliedert und gibt den heutigen Erkenntnisstand in einer Aufteilung
nach Wissenschaftsgebieten wieder. Um dem Leser vertiefende Eigenstudien
zu ermöglichen, hat der Autor ein umfangreiches Literaturverzeichnis
angefertigt.
Insgesamt wurden in der vorliegende Studie ca. 180 Arbeiten aus dem Zeitraum
von 1975 bis 2001 ausgewertet, wobei ausschließlich Artikel aus
deutsch- oder englischsprachigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften
berücksichtigt wurden.
Zusätzlich zur Bestandsaufnahme der bisher veröffentlichten
Untersuchungen werden in Kapitel 1 kurz die wesentlichen Grundlagen und
Begriffe der Teratologie
, der Zytologie
sowie der nicht-ionisierenden
elektromagnetischen Felder vorgestellt.
