Forschungsgemeinschaft Funk e.V.

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09.04.2009 Ausgabe 14/2009

Wöchentliche Information der Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) Bonn

In eigener Sache

Forschungsgemeinschaft Funk e.V. schließt zum 31. Dezember 2009
Auf ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 2. April 2009 haben die Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) mehrheitlich die Schließung des Vereins mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 beschlossen. Damit reagieren die Vereinsmitglieder auf die neuen Rahmenbedingungen und die veränderte Gesamtsituation in der Forschung und Forschungsförderung zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern.
Mehr dazu in einer
Pressemitteilung vom 03.04.2009

Präsentationen von der FGF/FMK-Veranstaltung "Können wir den Grenzwerten vertrauen?"
Am 31. März 2009 fand in der Wiener Urania die 4. Informationsveranstaltung der Vortragsreihe "Handy & Co." statt. Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz erläuterten Hintergründe zu Grenzwertempfehlungen, Standardisierung und der gesundheitlichen Bewertung des Mobilfunks. Die Präsentationen von der Veranstaltung stehen nun auf der FGF-Webseite zum Download bereit:
http://www.fgf.de/forschungsprojekte

Forschung

Abschlussbericht zum DMF-Projekt Bestimmung der Exposition durch WiMAX
Ziel des Forschungsvorhabens im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) war es, möglichst frühzeitig eine belastbare Datengrundlage für die von WiMAX hervorgerufenen Expositionen der Bevölkerung in Deutschland zu schaffen. Die im Rahmen des Projekts erhobenen, von WiMAX-Basisstationen verursachten Immissionen lassen auf vergleichsweise geringe zusätzliche Expositionen bezogen auf die Feldstärkegrenzwerte schließen. Zumindest derzeit sind die Expositionen oftmals geringer als die Expositionen, die auf Mobilfunk-Basisstationen zurückzuführen sind. Da die WiMAX-Netze aber noch nicht vollständig aufgebaut sind, wird es als sinnvoll erachtet, die Situation weiter zu beobachten und mittelfristig ggf. erneut exemplarische Immissionsmessungen durchzuführen.
Weitere Details und Download des Abschlussberichts unter:
http://www.emf-forschungsprogramm.de

Publication: Residential exposure to radiofrequency fields from mobile-phone base stations, and broadcast transmitters: a population-based survey with personal meter
From the abstract: The main goal of this study was to characterise the distribution of residential exposure from antennas using personal exposure meters. Despite numerous limiting factors entailing a high variability in RF exposure assessment, but owing to a sound statistical technique, the authors found that exposures from GSM and DCS base stations increase with distance in the near source zone, to a maximum where the main beam intersects the ground. Bibliography: Viel et al., Occup Environ Med. 2009 Mar 30. [Epub ahead of print],
Abstract

Publication: On the Uncertainty Estimation of EMF Measurement using Field Sensors: A general Approach
Form the abstract: In this paper, a methodology for estimating the overall uncertainty for such measurements, including uncertainty estimation of spatial average values of electric or magnetic field strengths, is proposed. Estimating and reporting measurement uncertainty are of great importance, especially when the measured values are very close to the established limits of human exposure to non-ionising electromagnetic fields. Bibliography: Stratakis et al., Radiat Prot Dosimetry. 2009 Apr 2. [Epub ahead of print],
Full Abstract

Weitere Publikationen in "Pathophysiology" zum Thema EMF
Die folgenden Publikationen ergänzen die bisher erschienenen Artikel zum Themenbereich EMF in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift "Pathophysiology":

  • Increased blood–brain barrier permeability in mammalian brain 7 days after exposure to the radiation from a GSM-900 mobile phone. Henrietta Nittby et al., Pathophysiology 2009 in press., Abstract
  • Estimating the risk of brain tumors from cellphone use: Published case-control studies Morgan LL, Pathophysiology 2009 in press, Abstract

Umwelt und Gesellschaft

Aussprache im Europäischen Parlament zum Ries-Bericht
Darstellung und Videobeiträge zur Aussprache über den Bericht "Die Gesundheitsproblematik in Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern" am 01.04.2009 im Europäischen Parlament wurden auf der Webseite der EU veröffentlicht.
http://www.europarl.europa.eu

Funkschau: "Mobilfunk-Verband begrüßt EU-Entschließung zu Elektrosmog"
Laut einer Information vom 07.04.2009 auf der Webseite der Zeitschrift "Funkschau" hat die GSM Association in einer aktuellen Pressemeldung die Entschließung des EU-Parlaments in Bezug auf EMF-Grenzwerte, im Volksmund Elektrosmog, begrüßt. Diese Entschließung wird nach Auffassung der GSMA dazu beitragen, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit der mobilen Kommunikation zu stärken. Es sei eine klare Unterstützung für die Politik der Europäischen Kommission in Bezug auf Funksignale und stehe im Einklang mit der Position der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass die derzeitigen Sicherheitsempfehlungen ausreichend zum Schutz aller sind.
http://www.funkschau.de

Erklärung von Hiltrud Breyer zur Abstimmung des Europaparlaments über den "Ries-Report"
Zur Abstimmung des Europaparlaments zur Gesundheitsproblematik im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern am 02.04.2009 hat die Europaabgeordnete und Verbraucherschutzpolitikerin Hiltrud Breyer MdEP (Bündnis 90/ Die Grünen) eine Erklärung auf ihrer Webseite veröffentlicht. Darin beauert sie u.a., dass das Europaparlament bei der Anwendung des Vorsorgeprinzips auf halber Strecke stehen geblieben sei: statt der klaren Forderung an den EU-Ministerrat, die 1999 für die EU-Staaten empfohlenen Grenzwerte zu verschärfen, hätten sich die Abgeordneten lediglich darauf einigen können, dass ein wissenschaftlicher Ausschuss der EU-Kommission beurteilen soll, ob die Grenzwerte noch angemessen sind. Dies sei Augenwischerei, da der betroffene Ausschuss gerade erst eine Stellungnahme abgegeben habe, die die Schwelle für den Nachweis von Gesundheitsgefahren sehr hoch legt.
http://www.hiltrud-breyer.eu

Erratum zur Infoline-Meldung v. 02.04.2009: „Ries-Report: Gesundheitsbedenken in Zusammenhang mit EMF vom Europaparlament angenommen“
In dieser Meldung hatten wir fälschlicherweise das Abstimmungsergebnis mit 416 zu 80 Stimmen bei 14 Enthaltungen angegeben. Richtig ist: 559 zur 22 Stimmen bei 8 Enthaltungen. Wir bitten um Entschuldigung.

Niederlande: 50 Ärzte warnen vor elektromagnetischer Strahlung
Laut einer Pressemeldung der niederländischen Organisation "Stralingsrisico´s" werden am 8. April 2009 fünfzig Ärzte in Den Haag Politiker und Gesundheitsbehörden auffordern, die Exposition der Öffentlichkeit durch elektromagnetischer Strahlung zu reduzieren. Pressemitteilung der Initiative unter: http://www.001.be.cx/ (PDF in englischer Sprache), http://www.dutchnews.nl

Vermischtes

Australien: ABC-Sendung zum Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Krebs
Die Aufzeichnung der Fernsehdiskussion im australischen Fernsehen vom 2. April 2009 ist auf der Plattform "Youtube" verfügbar unter:
http://www.youtube.com

Termine

Informationsveranstaltung „Mobilfunk und Gesundheit: Aktuelles aus der Wissenschaft –Fachleute des BfS beantworten Ihre Fragen“
Am 25. Juni 2009 lädt das BfS zur Informationsveranstaltung „Mobilfunk und Gesundheit: Aktuelles aus der Wissenschaft – Fachleute des BfS beantworten Ihre Fragen“ in der Hochschule München ein. Das BfS bietet mit dieser kostenlosen Veranstaltung der interessierten Öffentlichkeit sowie den mit diesem Thema beruflich Befassten die Möglichkeit, sich über Ergebnisse des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) zu informieren und damit verbunden einen Einblick in die Themen „Elektromagnetische Felder“, „Mobilfunk“ und „Wissenschaftliche Arbeit“ zu erhalten.
Weitere Details zur Veranstaltung unter:
http://www.emf-forschungsprogramm.de

Programm zum 10. Science Brunch der Forschungsstiftung Mobilkommunikation
Die Schweizer Forschungsstiftung lädt am 10. Juni 2009 zu der 10. Veranstaltung dieser Reihe nach Zürich ein. Auf dem Programm steht das Thema "Handys und Jugendschutz - Regulation oder Medienkompetenz?"
Programm und Anmeldung unter:
http://www.mobile-research.ethz.ch

Konferenz Schlaf: Somnologie - Erkenntnisse einer neuen Wissenschaft
Das 13. Berliner Kolloquium am 27. Mai 2009 bringt Schlafforscher aus den USA, der Schweiz und Deutschland zusammen, um die physiologischen Grundlagen des Schlafes und seine Funktionen aufzuzeigen. Die Neurologen, Biologen und Psychologen, die aus der Grundlagen- wie der anwendungsbezogenen Forschung kommen, erläutern verschiedene Formen von Schlafstörungen und die Gefahren, die damit in unserer hoch technisierten Gesellschaft einhergehen. Im anschließenden Podiumsgespräch diskutieren Schlaf- und Arbeitsmediziner die forschungs- und gesundheitspolitischen Dimensionen der Schlafforschung. Weitere Details unter:
http://www.daimler-benz-stiftung.de

IZMF-Kommunikationsforum 2009 "Mobilfunk und Jugendschutz"
Unter dem Motto "Mobilfunk und Jugendschutz" treffen sich am 7. Mai im Ludwig Ehrhard Haus in Berlin Behörden, Netzbetreiber, Experten und andere wichtige Stakeholder zum 6. Stakeholderworkshop des Informationszentrums Mobilfunk (IZMF). Die Veranstaltung richtet sich an eingeladene Teilnehmer, Interessierte können sich an das IZMF wenden. Mehr dazu und Unterlagen zu den Workshops unter:
http://www.izmf.de

(V.i.S.d.P.: Gerd Friedrich)