Forschungsgemeinschaft Funk e.V.


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23.12.2009 Ausgabe 51/2009

Wöchentliche Information der Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) Bonn

In eigener Sache

Mit dieser letzten Infoline möchten wir uns von Ihnen - unseren Lesern - verabschieden. Über 8000 Meldungen aus Forschung, Politik und gesellschaftlicher Diskussion zu Frage der gesundheitlichen Relevanz elektromagnetischer Felder haben wir seit dem Jahr 1994 an dieser Stelle für Sie zusammengetragen. Unser Ziel war es dabei, Ihnen das gesamte Ergebnis- und Meinungsspektrum zu diesem kontrovers diskutierten Thema darzustellen - Forschungsergebnisse mit „positiven“ wie „negativen“ Befunden, alarmierende und entwarnende Medienberichte, kritische und beruhigende Stellungnahmen. Viele Fakten und Meinungen, mit denen wir unseren Lesern eine breite und hoffentlich ausgewogene Basis für die eigene Urteilsbildung bereitstellen wollten. Ob uns dies gelungen ist, können wir aus der Innenansicht nicht beantworten, aber das überwiegend positive Feedback zu unserem Newsdienst hat uns immer bestärkt, diesen Weg weiter zu verfolgen. Herzlichen Dank dafür!

Die wissenschaftliche Ergebnislage hat sich u. E. im Laufe der Zeit gefestigt, und es gibt derzeit keine gesicherten Hinweise darauf, dass die Mobiltelefonie gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Aber es gibt auch keine Belege dafür, dass sie es nicht tut. Forschung, Bewertung und Diskussion werden also weitergehen. Die FGF kann Ihnen darüber leider in Zukunft keine Informationen mehr liefern, da der Verein zum 31.12.2009 seine Tätigkeit einstellt. Die FGF-Webseite wird aber noch für mindestens ein Jahr in unveränderter Form zur Verfügung stehen. Wenn Sie weiterhin an aktuellen Informationen zum Thema interessiert sind, möchten wir Sie auf das künftige Engagement des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK GmbH) im Bereich „EMVU-Risikokommunikation“ hinweisen. Näheres darüber erfahren Sie im Nachrichtenteil des aktuellen FGF-Newsletter (NL 04/09).

Wir sagen Adieu und wünschen allen Leserinnen und Lesern von Herzen ein frohes Weihnachtsfest mit besinnlichen und schönen Stunden und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010.

Ihr FGF-Team

Jahresbericht 2009 der Forschungsgemeinschaft Funk e.V.
Der FGF-Jahresbericht für das letzte Geschäftsjahr der FGF finden Sie die Übersicht über die Aktivitäten und Arbeitsschwerpunkte der FGF im Jahr 2009.

  • Mitglieder und Organisationsstruktur der FGF
  • Forschungsarbeit
  • Workshops
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
… und hier noch die letzen Meldungen

Publication: German wide cross sectional survey on health impacts of electromagnetic fields in the view of general practitioners
From the abstract: The proportion of general practitioners (GPs) in Germany who assume health impacts of electromagnetic fields (EMF) is assessed. Moreover, factors associated with this risk perception are examined. CONCLUSION: About a third of German GPs associate EMF with health complaints and thus deviate considerably from current scientific knowledge. To avoid a strong selection bias in the surveys of the perception of EMF risks, use of short questionnaires and late responder analysis are recommended.
Bibliography: Kowall et al., Int J Public Health. 2009 Dec 18. [Epub ahead of print], Full Abstract

Publication: Effect of mobile phone exposure on apoptotic glial cells and status of oxidative oxidative stress in rat brain
From the abstract: The aim of this study was to investigate the effects of mobile phone exposure on glial cells in brain. The study carried out on 31 Wistar Albino adult male rats. The rat heads in a carousel exposed to 900 MHz microwave. In conclusion, the final score for apoptosis, total antioxidant capacity and catalase in rat brain might be altered by 900 MHz radiation produced by a generator to represent exposure of global systems for mobile communication (GSM) cellular phones.
Bibliography: Dasdag et al., Electromagn Biol Med. 2009;28(4):342-54, Full Abstract

"Muss man das Handy fürchten?"
Unter diesem Titel berichtet das aktuelle Magazin des Europäischen Forschungsraums über die bisher vorliegenden Ergebnisse der Interphone-Studie. Obwohl noch keine zweifelsfreien Schlussfolgerungen möglich seien, scheine die Studie zu zeigen, dass die Handynutzung die Bildung bestimmter Hirntumore begünstige, so der Bericht.
Lesen Sie den Online-Artikel unter: http://ec.europa.eu

Schweiz: Experten diskutieren öffentliche Wahrnehmung bezüglich möglicher Risiken elektromagnetischer Strahlung
Das swiss electromagnetics research & engineering centre (serec) ist ein interdisziplinäres Netzwerk und Kompetenzzentrum mit Sitz an der ETH Zürich. Serec macht sich für Forschung, Entwicklung, Information und Ausbildung im Bereich des Elektromagnetismus stark und will Wissen aus der Forschung in die Öffentlichkeit tragen. Ihm gehören Vertreter des ETH Bereichs, von Universitäten und Fachhochschulen sowie Industrie und Behörden aus der gesamten Schweiz an. Jedes Jahr finden mehrere Tagungen zu aktuellen Themen statt. Am 21. Dezember widmeten sich internationale Experten dem Thema «Electrosmog: Risk Assessment and Public Perception».
Vorbericht dazu unter: http://www.ethlife.ethz.ch

Stuttgarter Nachrichten: "Italiener wird durchs Handy krank"
Laut Bericht vom 18.12.2009 hat ein Gericht im norditalienischen Brescia in erster Instanz entschieden, dass langes und häufiges Telefonieren mit dem Handy Krankheiten verursachen kann. Die Richter seien davon überzeugt, dass der Kläger durch den ständigen Umgang mit seinem Handy während der Arbeitszeit ein gutartiger Tumor im Bereich des linken Ohres gewachsen sei. Dem Gericht zufolge habe der Kläger Anspruch auf die Anerkennung einer am Arbeitsplatz verursachten Krankheit.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de

Maine erwägt Krebswarnung für Handys
Ain lokaler Gesetzgeber im US-Bundesstaat Maine fordertfür Handys in Zukunft einen Warnhinweis auf ein erhöhtes Hirnkrebsrisiko. Obwohl es bisher keine übereinstimmende wissenschaftliche Meinung zu diesem Thema gibt, könnte das Projekt bereits Anfang 2010 starten.
http://www.pressetext.de, http://www.theepochtimes.com

Website der Pandora Foundation online
Stiftungszweck der von Prof. Dr. Franz Adlkofer, Prof. Dr. Michael Kundi und Prof. Dr. Karl Richter gegründeten Stiftung ist die Förderung freier und unabhängiger Forschung, die von Relevanz für die Gesundheit der Bürger ist. Die Webseite informiert u.a. über das geplante Forschungsvorhaben MOPHORAD (Potential Health Effects of Mobile Phone Radiation in Childhood and Adolescence).
http://www.stiftung-pandora.eu

(V.i.S.d.P.: Gerd Friedrich)